ALTSTÄTTER
KONZERTZYKLUS

Sonntag, 1. Dezember 2018
19.00 Uhr
Evangelische Kirche Altstätten

Weihnachtskonzert

Konzertchor Ostschweiz

Ensemble Lamaraviglia
Jessica Jans, Sopran
Stephanie Boller, Mezzosopran
Jan Thomer, Altus
Matthias Deger, Tenor
Jedediah Allen, Bass

Concerto Stella Matutina (auf historischen Instrumenten)

 Leitung: David Bertschinger

Die Ausführenden

Konzertchor Ostschweiz
Konzertchor Ostschweiz

Ensemble Lamaraviglia
EnsembleLamaraviglia

Concerto Stella Matutina
Quelle: www.pzwei.at
Quelle: www.pzwei.at

Programm

Pavel Josef Vejvanovsky (1640 – 1693)
Sonata Natalis
für 2 Trompeten, 2 Violinen, 2 Violen & Basso continuo

Samuel Rüling (1586 – 1626) / Heinrich Schütz (1585 – 1672)
Machet die Tore weit
Geistliches Konzert für zwei Chöre & Basso continuo

Heinrich Schütz
Weihnachts – Historie, SWV 435
Für Soli, Chor, Instrumente & Basso continuo

Giovanni Picchi (1571 – 1643)
Canzon decimasesta
Doi Violini, doi Flauti, trombon & Fagotto

Samuel Scheidt (1587 – 1654)
Hosianna filio David
Motette für fünf Stimmen & Basso continuo

Giovanni Picchi
Canzon duodecima
Doi Cornetti, doi Tromboni
mit dem Zitat des Weihnachtsliedes „Es ist ein Ros’entsprungen“

Johann Rosenmüller (1619 – 1684)
Puer natus est nobis
Kantate für Soli, Chor, Instrumente & Basso continuo

Michael Praetorius (1571 – 1621)
Puer natus in Bethlehem
Kantate für Soli, Chor, Instrumente & Basso continuo

Pavel Josef Vejvanovsky
Serenada
für 2 Trompeten, 2 Violinen, Viola & Basso continuo

Michael Praetorius
Wie schön leuchtet der Morgenstern
Choralkonzert für Soli, Chor Instrumente & Basso continuo

Werkbeschreibung

Samuel Rüling (1586-1626) / Heinrich Schütz (1585–1672)
Machet die Tore weit
Das Adventsstück «Machet die Tore weit» wurde ursprünglich Schütz zugeschrieben, ist aber vermutlich eine Komposition von Samuel Rüling. Verschiedene Abschriften geben unterschiedliche Autoren an. Intensive Studien durch Mitglieder der Heinrich-Schütz-Gesellschaft zeigten jedoch, dass Rüling wohl eher der Urheber des Werks ist. Es erscheint nicht ausgeschlossen, dass Samuel Rüling auch als Gemeindepfarrer mit Schütz in musikalischem Austausch gestanden hat. Denkbar ist, dass dieser korrigierend an Rülings Konzert «Machet die Tore weit» Hand angelegt hat, ohne es grundsätzlich zu verändern.

Heinrich Schütz
Historia der Geburt Jesu Christi
Heinrich Schütz verfasste die Weihnachthistorie im Auftrag des neuen sächsischen Kurfürsten Johann Georg dem II. im Jahr 1660, in dem das Werk auch erstmals in der Weihnachtsvesper in Dresden aufgeführt wurde. Es erfuhr dann bis zum Jahr 1664, dem Jahr der Drucklegung, noch einige Überarbeitungen. Schütz rahmt die Weihnachtsgeschichte (Geburt, Hirten, Engel, Flucht nach Ägypten vor Herodes) durch doppelchörige Konzerte (Introduktion und Beschluss) ein, in denen ein Chor vokal, der andere instrumental musiziert wird.

In der eigentlichen Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium unterscheidet Schütz streng Bericht (Rezitativ) und wörtliche Rede (Intermedium = Konzert).

Interessant ist die Auswahl des Instrumentariums, das Schütz für die Intermedien vorschlägt: der einzelne Engel (Intermedien 1, 7 und 8) bekommt wie vielfach auf Gemälden sichtbar eine Kniegeige (Gamben) sowie der Chor der Engel kleine Arm-Violen (Violinen) zur Begleitung, die Hirten ihre typischen Blasinstrumente Blockflöten und ein Fagott. König Herodes wird vom Königsinstrument, den Trompeten (Clarinen) begleitet. Die Weisen aus dem Morgenlande dagegen erhalten kein königliches Instrumentarium. Sie sind nämlich keine Könige im eigentlichen Sinn, sondern Boten wie die Engel und erhalten daher zur Begleitung wie sie Violinen. Die Hohepriester schliesslich haben Posaunen zur Seite.

Die Weihnachtshistorie von Schütz ist ein Alterswerk höchsten Ranges (Schütz schreibt es im Alter von 75 Jahren). Zunächst erscheint sie schlicht, lässt dann aber immer grössere Vielfalt erkennen. Sie ist ‚Kunst-Werk’, und doch für einen vielfältigen Gebrauch gedacht, ohne jedoch ‚Gebrauchs-Kunst’ zu sein.

Informationen

Eintrittspreise Erwachsene: Fr. 30.– / Studierende und Kinder Fr. 10.–
Keine nummerierten Plätze
Vorverkauf: www.konzertchor-ostschweiz@hispeed.ch | 071 841 91 13
Abendkasse 1 Stunde vor Konzertbeginn