ALTSTÄTTER
KONZERTZYKLUS

Sonntag, 25. März 2018
19.00 Uhr
Katholische Kirche Altstätten

Peter Roth:
Toggenburger Passion

Mitwirkende

RHEINTALER BACH-CHOR
Geschwister Küng
Clarigna Küng, Violine
Philomena Aepli, Violine
Maria Stöckler, Viola
Isabella Fink, Cello
Markus Huemer, Kontrabass
Roland Küng, Hackbrett

Anna Gschwend, Sopran
Sabina Saggioro, Frauenduett

Christian Büchel, Bass
Ueli Bietenhader, Männerduett

Sonja Reinthaler, Oboe
Sandra Schmid, Klarinette
Stefan Fässler, Fagott
Adrian Eugster, Trompete

Corinne Thomann, Bildprojektion

JÜRGEN NATTER Leitung

die Gesangssolisten

Anna Gschwend, Sopran
180325_AnnaGschwendAnna Gschwend wuchs in Buchs SG (Schweiz) auf und studierte klassischen Gesang bei Susan Waters an der Guild­hall School of Music and Drama in Lon­don («Historical Performance»), wo sie 2017 «mit Auszeichnung» abschloss. Da­vor absolvierte sie Studien bei Prof. Lina Maria Åkerlund (Gesang) und bei Wendy Enderle-Champney (Viola) an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in Zürich, und beendete 2015 den Master of Arts in Musikpädagogik auf Sologesang und Viola mit Aus­zeichnung.
Anna Gschwend war in den vergangenen Jahren in folgenden Opern-Rollen zu erleben: Barbarina in «Figaros Hochzeit» (2010), Nanette in «Der Wildschütz» (2012), Elisabeth in «Der Treibhäuser» (2013), Don Ettore in «La Canterina» (2015/2017), Esmeralda in «Die Verkaufte Braut» (2015), Grilletta in «Der Apotheker» (2016), Eury­dice in «The Corridor» (2016), Silvia in «L’isola disabitata» (2016) und Pamina in «Die Zauberflöte» (2017). Besonders zu erwähnen ist die regelmässige Zusammenarbeit mit dem Ensemble La Petite Bande unter Sigiswald Kuijken in Belgien, wo nebst Opernproduktionen und Konzerten in Europa im Herbst 2017 eine Japan-Tournée statt­fand. Ein grosser Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Konzertgesang, und in den letzten Jahren entdeckte sie eine grosse Leidenschaft für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie sang zahlreiche Ur­aufführungen, darunter auch Werke, die eigens für sie komponiert wurden. Meisterkurse bei Margreet Honig, Sigiswald Kuijken, Yvonne Naef, Roger Vignoles, u.a. bereicherten ihre Ausbildung. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe (u.a. Tracey Chad­well Memorial Prize) und Stipendiantin der Gamil-Stiftung, Hirsch­mann-Stiftung, Yvonne-Lang-Chardonnens Stiftung, Leanara Stif­tung, The Leverhulme Trust foundation und The Edith May Cattell foundation.
www.annagschwend.com

Christian Büchel, Bariton
180325_BüchelChristian Büchel studierte am Mo­zarteum Salzburg Gesang und Schul­musik. Er ist staatlich geprüfter Ge­sangslehrer, Opern- und Konzert­sänger der Musikhochschule Mün­chen und 7. lizensierter europäischer BMA im „Singing Success System“.
Christian Büchel ist Chorleiter von di­ver­sen Gemischt- und Männerchö­ren und unter­richtet im eigenen Ge­sangsatelier in Buchs/SG.
Als Sänger wirkte er bei zahlreichen Konzerten/Opernproduktionen im In- und Ausland mit: Mo­zart`s „Zauberflöte“ und „Hochzeit des Figaro“ mit Sir Colin Davis. Stipendium des Deutschen Bühnenvereins, Bayerischen Staatsoper, Jugendfestival Bayreuth. UA von W. Hiller´s „Peter Pan“ Regie: Staatsintendant A. Everding. Operettenbühne Vaduz: Graf Homo­nay im Zigeunerbaron, Lovel im Vizeadmiral und Falke in der Fleder­maus. Angelotti in Puccini`s Tosca bei den Schlossfestspielen Werdenberg. 2004 Debut im Festspielhaus Bregenz als Bonzo in Puccini`s Butterfly. „Musicalstar 2004“ der Liechtenstein Musical Company (LMC). Peron im Musical „Evita“ in Einsiedeln. Bregenzer Festspiele: Operette „Der Kuhhandel“ von Kurt Weill unter Christof Eberle Regie: Intendant David Pountney & 2005 im „Lustigen Krieg“ von J. Strauss mit Dirigent Dietfried Bernet. 2005 My Fair Lady & 2006 1. Nazarener in der Salome des Vorarlberger Landestheaters. Titel­rolle im Musical „Dracula“. Herr Fluth in Otto Nikolai`s Lustige Weiber von Windsor. Popolani in Offenbachs Barbe Bleue. Weps im Vogel­händler. Solist in Carmina Burana.

www.sologesang.com

das Instrumental-Ensemble

Geschwister Küng, Innovative Appenzeller Streichmusik

180325_GeschwisterKüngDie Geschwister Küng machen seit vielen Jahren als Formation auf sich aufmerksam. Sie wurden mit verschiedenen Auszeichnungen geehrt und es folgten Tourneen, die sie bis nach Japan und China führten.
Regelmässig beteiligen sie sich an Gemeinschaftsprojekten mit ver­schiedenen Chören, mit Musikformationen anderer Stilrichtungen und mit namhaften Organisten wie Wolfgang Sieber und Willibald Guggenmos.
Die Geschwister Küng produzierten mehrere Tonträger. Den letzten, mit dem Titel „Nüdallgraaduus“, brachten sie 2011 anlässlich ihres 20-jährigen Bühnenjubiläums heraus.
Inhaltlich fühlen sich die Geschwister Küng dem musikalischen Erbe ihrer Appenzeller Heimat verbunden. Das zeigen sie auch mit dem neuesten Programm „Neumödig“. Mit Gefühl, Witz, Charme, etwas Frechheit, aber immer mit dem nötigen Respekt vor dem Original, arrangieren und bear­beiten sie die Stücke ihrer Vorgänger und lassen Altbekanntes in einem neuen Kleid erscheinen. Eigenkompositionen aus der Feder von Roland Küng runden das Repertoire des Ensembles ab.
Das Ensemble musiziert heute Abend mit Clarigna Küng (Violine), Philo­mena Aepli (Violine), Isabella Fink (Cello), Markus Huemer (Kontrabass) Maria Stöckler (Viola) und Roland Küng (Hackbrett).

www.geschwisterkueng.com

Bläserquartett
Lehrkräfte der Musikschule Oberrheintal

180325_Schmid            180325_Rheintaler

Sandra Schmid, Klarinette         Sonja Rheintaler, Oboe

180325_Fässler             180325_Eugster

Stefan Fässler, Fagott                  Adrian Eugster, Trompete

Worte zum Werk

Peter Roth liess sich 1983 durch die Passionsbilder des Schweizer Malers Willy Fries (1907-1980) zur Komposition der Toggenburger Passion anre­gen. Der Schweizer Komponist, freischaffende Musi­ker, Chor- und Kursleiter gehört zu den vielbe­achteten Musikschöpfern un­serer Zeit. Seine Fähigkeit, tief berüh­rende Texte mit zeitgemässer Musik in Verbindung mit volks­musikalischen Ele­menten seiner Heimat zu kombinieren, erzielt grosse Publikumswirkung und In­terpretations­freude.

180325_FriesDie 18 Bilder des Zyklus „Grosse  Passion“ gelten als Hauptwerk des Künstlers Willy Fries. Er schuf sie während der Schreckenszeit des Zweiten Weltkrieges als „die Gegenwart erneut im Begriffe war, Christus ans Kreuz zu schlagen“. Im Bewusstsein, dass solch unrühmliche Ereignisse überall geschehen können, sie­delte Willy Fries die Passionsgeschichte in der Landschaft seiner Toggenburger Heimat an.

Die Toggenburger Passion lehnt sich formal und stilistisch an Passionen der Barockzeit an: Rezitative, Arien und Choräle, die zum Teil vom Publikum mitgesungen werden, entstammen der da­maligen Tradi­tion. Peter Roths Passionsmusik endet aber nicht mit der Kreuzigung, sondern leitet über zu Auferstehung und Himmelfahrt und spannt den Bogen bis zum versöhnlichen Pfingstfest.

Unüberhörbar erinnern seine Melodien an die Volkslieder am Säntis. Im­mer wieder erahnt man den Naturjodel, den Rhythmus der Sen­nenschellen und erfreut sich am Klang des Hackbrettes.

https://www.willy-fries.ch

Der Rheintaler Bach-Chor

180325_Chor

Im Jahr 2015 debütierte auf Einladung des Frauenchors Altstätten (Jubilä­umsprojekt 125 Jahre) ein Gemeinschaftschor aus 100 Sängerinnen und Sän­gern aus 28 Chören des St. Galler Rheintals und des nahen Auslandes unter dem Projektnamen «Rheintaler Bach-Chor» mit zwei Aufführungen der Bach‘schen Johannes-Passion. Mit der Vereinsgrün­dung am 17. September 2016 wurde der Idee des projektweisen Zusam­menwirkens von engagierten Laiensängerinnen und -sängern über die Lan­desgrenzen hinweg, der Weg zur verdienten Nachhaltigkeit geöffnet.
Musikerin und Kulturmanagerin Sandra Schmid, Altstätten (CH), übernahm das Präsidium, Organist und Chorleiter Jürgen Natter, Sulz (A), die musikali­sche Lei­tung.  Im Vorstand sind die Länder Schweiz, Vorarlberg und Süd­deutschland gleichgewichtig vertreten.
Als erstes Projekt des neuen Vereins wählte Jürgen Natter die Toggenbur­ger Passion, weil durch diese ganz besondere Musik des Toggenburger Kom­po­nisten nicht nur einer regionalen Verbundenheit Ausdruck gegeben, sondern eine mit der Johannes-Passion absolut vergleichbare Intensität und spirituelle Berührung erreicht werden kann. Eine Intensität und Berührung, wel­che heute Abend in dieser Kirche tief empfunden werden wird!
Für die kommenden Jahre sind die chorsängerische Unterstützung einer Auffüh­rung der Bach’schen Johannes-Passion 2019 und die Einstudierung und ei­gene Aufführung der Matthäus-Passion 2020 angedacht.

www.rheintalerbachchor.com

Der Dirigent

Jürgen Natter, Musikalischer Leiter
180325_NatterJürgen Natter, geboren 1981 in Feld­kirch (Vorarlberg/Österreich), absol­vierte seine ers­ten Studien am Musik­gymnasium und dem Landeskonserva­torium seiner Heimat­stadt (Orgel, Kla­vier und Dirigieren; noch während des Studiums 1. Preis und Publi­kumspreis beim Orgel-Improvisationswettbe­werb Laurentius von Schnifis). Ein Konzert­fachstudium Orgel bei Guy Bovet in Basel schloss sich an.  Seit­dem konzertiert er als Solist, Kammermusiker, Impro­visator und Dirigent regelmäßig und hat auch zahlreiche Werke uraufgeführt. So spielte er u.v.a. die UA der Orgelsinfonie für 3 Organisten „St. Florian“ von Michael Floredo (Internationale Brucknertage St. Florian, 2010) und führte das gesamte Synagogalwerk für Orgel (darunter drei UA) von Paul Dessau zu des­sen 30. To­destag auf (Theater Gera/Thüringen, 2009).
Intensive Duo-Partnerschaften pflegt er mit Sandra Schmid (Klarinette), Jür­gen Ellensohn (Trompete) und dem Schriftsteller Robert Schneider, mit dem er zahlreiche Lesungskonzerte zu den Romanen „Schlafes Bruder“ und „Die Offenbarung“ gestaltet hat.
Natter ist Spiritus Rector der über die Landesgrenzen hinaus erfolgreichen Konzertreihe Altacher Orgelsoireen (A) und Leiter des Frauenchores Altstät­ten (CH). Im Jahr 2015 rief er den heutigen Rheintaler Bach-Chor erstmals als Projektchor des österreichischen und schweizerischen Rheintals ins Leben.
Seit 2017 ist er Hauptorganist der evang. Kirche Heiden/AR (CH) und neuer künstlerischer Leiter des Kammerchores Lindau (D), mit dem er zum 50-Jahr-Jubiläum im November 2017 zweimal Felix Mendelssohn-Bartholdys Sinfonie Nr. 2 B-Dur „Lobgesang“ realisieren durfte.
Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentieren seine musikalische Sicht der Dinge, die stets Beethovens Grundsatz verpflichtet ist: Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen…

www.juergennatter.com

Informationen

Eintritt: CHF 25.00

Vorverkauf ab sofort unter www.rheintalerbachchor.com

Abendkasse ab 18.15 Uhr

freie Platzwahl