ALTSTÄTTER
KONZERTZYKLUS

Freitag, 14. April 2017
17.00 Uhr
Evangelische Kirche Altstätten

Karfreitagskonzert

Joseph Haydn (1732-1809)

„Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“

Amoroso Quartett, Wien
Matthias Honeck, Violine
Joachim Tschann, Violine
Karoline Kurzemann-Pilz, Viola
Franz Ortner, Cello

Sprecherin: Carina Tschann

Programm

Joseph Haydn (1732-1809)

Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz

Introduction Maestoso ed Adagio

1. Largo
Pater, dimitte illis; non enim sciunt, quid faciunt
Vater, verzeihe ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun

2. Grave e cantabile
Amen dico tibi: hodie mecum eris in Paradiso
Wahrlich ich sage dir: heute wirst du mit mir im Paradiese sein

3. Grave
Mulier, ecce filius tuus, et tu, ecce mater tua!
Weib, siehe hier: Dein Sohn; und du, siehe hier: Deine Mutter

4. Largo
Eli, Eli, lama asabthani?
Vater, Vater, warum hast du mich verlassen

5. Adagio
Sitio
Ich durste

6Lento
Consumatum est
Es ist vollbracht

7. Largo
Pater, in tuas manus commendo spiritum meum
Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist

 Il terremoto – Presto e con tutta la forza
Das Erdbeben

Das Werk

Entstehung
Die Erstfassung schrieb Joseph Haydn im Jahr 1785 als Auftragswerk für einen Domherren im spanischen Cadiz. Die langsamen Instrumentalsätze sollen die Pausen der im Rahmen der Karfreitagsliturgie durch den Bischof dargebrachten biblischen Betrachtung füllen. Ein Vorspiel am Anfang des Werkes sowie eine Schilderung des Erdbebens nach dem Tode Jesu Christi vervollständigen das Werk.

Das Werk
Sieben Mal nach seiner Kreuzigung erhebt Jesus in den Evangelien seine Stimme: Das erste Mal bittet er um Vergebung für seine Peiniger, das letzte Mal empfiehlt er, so heißt es bei Lukas, seinen Geist in die Hände seines Vaters. Die sogenannten „Sieben letzten Worte“ haben Joseph Haydn inspiriert zu einem Werk, das in der Literatur nicht seines Gleichen hat: Es ist uns in mehreren Fassungen überliefert – der Erstfassung für Orchester, in einer Bearbeitung für Klavier und einer späteren Erweiterung zum Oratorium. Haydn arrangierte auch selbst eine Fassung für Streichquartett.

Das Amoroso Quartett, Wien

Amoroso Quartett, Wien

Matthias Honeck, Violine
Joachim Tschann, Violine
Karoline Kurzemann-Pilz, Viola
Franz Ortner, Cello

Amoroso Quartett

Die Mitglieder des Amoroso Quartetts haben sich in Wien und Vorarlberg kennengelernt und durch die künstlerische und persönliche Wertschätzung entstand die Idee, gemeinsam als Streichquartett zu musizieren.

Mittlerweile hat es die Musiker auf Grund ihrer beruflichen Ausrichtungen an unterschiedliche Wohnorte verschlagen, doch sie treffen sich regelmäßig, um gemeinsam zu konzertieren.

„Die letzten 7 Worte Jesu“ stellen ein wichtiges Werk im Repertoire des Quartetts dar. Die Botschaft des Werkes, die musikalische Umsetzung Haydns und besinnliche Texte lassen dieses Konzert in der Karwoche zu einem ganz besonderen Erlebnis für das Publikum werden.

Matthias Honeck, Violine

Erste musikalische Ausbildung an der Musikschule Feldkirch und anschließend am Konservatorium Feldkirch sowie an der Musikhochschule Zürich.

Ab 2003 Konzertfach – Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Gerhard Schulz, Stefan Kamilarov und Josef Hell. Begleitender privater Unterricht bei Rainer Honeck, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker.

Von 2005-2011 Mitglied des Symphonieorchesters Vorarlberg. Nach mehreren Jahren als Substitut der Wiener Symphoniker, der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker wurde er im Juli 2011 Mitglied der Wiener Symphoniker.

Leidenschaftliches Mitwirken in verschiedenen Kammermusikensembles, unter anderem als Primgeiger bei den Wiener Kammermusikern, im Barockensemble der Wiener Symphoniker und im Doremis Ensemble.

Joachim Tschann, Violine

Geboren in Bludenz/Vorarlberg. Erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von 7 Jahren. In den Jahren 2000 bis 2003 Unterricht am Landeskonservatorium in Feldkirch, 2003 Wechsel ans Konservatorium Zürich. Nach Abschluss der Matura im Juni 2005 Fortsetzung des Studiums an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Günter Pichler (Alban Berg Quartett). Nach dessen Pensionierung Fortsetzung des Studiums bei Sabine Windbacher.

Konzertmeistertätigkeiten im In- und Ausland (Österreich, Schweiz, Deutschland, Liechtenstein); Konzerttätigkeit u.a. mit dem Symphonieorchester Vorarlberg, Tonküstler Orchester Niederösterreich, Salonorchester Alt Wien, „Divertimento Viennese“; Mitwirkung als Geiger bei der Produktion „Gentleman MTV unplugged“

Derzeit unterrichtet Joachim Tschann in Feldkirch und in Liechtenstein.

Karoline Kurzemann-Pilz, Viola

Erster Unterricht bei Renate Zimmerer in der Musikhauptschule Thüringen. Violaunterricht bei Prof. Klaus Christa am Landeskonservatorium Feldkirch. Matura am Musikgymnasium Feldkirch. Konzertfachstudium an der Musikuniversität Graz bei Prof. Christian Euler. Konzertfachstudium an der Musikuniversität Mozarteum Salzburg bei Prof. Peter Langgartner.

Künstlerische Tätigkeiten: Mitglied des Sinfonieorchesters Vorarlberg und der Camerata Bregenz. Substitutin des Mozarteumorchester Salzburg. Konzerte mit dem Zürcher Kammerorchester, Sinfonieorchester St. Gallen, Epos Kammerorchester. Wirkt in verschiedenen Kammermusikformationen im In- und Ausland mit.

Franz Ortner, Cello

Als Sohn  einer Musikerfamilie 1980 in Wien geboren. Zusätzlich zum Klavierstudium Cellounterricht mit 11 Jahren. Nach Studien an den Musikhochschulen in Wien und Berlin bei Wolfgang Herzer, Martin Löhr, Wolfgang Böttcher und Kammermusik beim Artemis Quartett und Tabea Zimmermann,  trat er 2006 seine erste Stelle als Solocellist des Metropolitan Orchestra, Lissabon, Portugal unter Augustin Dumay an und war ab 2008 fünf Jahre Cellist des Esbjerg Ensembles, Dänemark. Daneben spielte er in Orchestern wie dem Radio Symphonieorchester Wien, dem Mahler Chamber Orchester und dem Chamber of Orchestra of Europe. In den Jahren 2006 und 2007 nahm er an der Lucerne Festival Academy unter Pierre Boulez teil.

Mit seinem Wiener Klaviertrio, dem TrioVanBeethoven,  konzertiert er regelmäßig und hat soeben für das Label Gramola  das gesamte Werk von Ludwig van Beethoven eingespielt.

Derzeit ist Franz Ortner Cellist im Musikkollegium Winterthur.

Informationen

Eintritt frei – Kollekte