ALTSTÄTTER
KONZERTZYKLUS

Mittwoch, 6. Januar 2016
20.00 Uhr
Klosterkirche Maria Hilf Altstätten

Dreikönigs-
konzert

Barocke Perlen zum Gehr-Gedenken
Angelika Kopf-Lebar, Sopran
Hanspeter Küng, Blockflöte
Ulrike Mohr, Barockcello
Johannes Hämmerle, Cembalo/Orgel

120. Geburtstag von Ferdinand Gehr

Capella Vocale Altstätten
Das Ensemble „Capella Vocale Altstätten“ widmet sich bisher insbesondere der geistlichen A-capella-Literatur und tritt in wechselnder Besetzung innerhalb der Gottesdienste in St. Nikolaus auf. Das Ensemble besteht größtenteils aus Berufsmusikern oder ausgebildeten Sängern und formierte sich erstmals 2012 für die Karfreitagsliturgie an der Pfarrkirche St. Nikolaus. Initiator und musikalischer Leiter ist Bartholomäus Prankl, Chordirektor und Organist an St. Nikolaus Altstätten.

Musikalischer Leiter
Bartholomäus Josef Prankl wurde 1984 in Prien am Chiemsee (Oberbayern) geboren und entdeckte früh seine Liebe zur Kirchenmusik. Er war Privatschüler von Domorganist Hans Leitner in München und während des Studiums sechs Jahre lang stellvertretender Organist am Münchner Dom. Ebenso leitete er diverse Ensembles der Münchner Dommusik in Stellvertretung. Im März 2012 schloss er seine Studien mit dem künstlerischen A-Diplom in katholischer Kirchenmusik und Schwerpunkt Chorleitung ab. Zu seinen wichtigsten Lehrern zählten neben anderen Prof. Thomas Gropper (Gesang), Prof. Harald Feller (Orgel) und Prof. Michael Gläser (Chorleitung).

Seit Oktober 2011 ist Bartholomäus Prankl Chordirektor und Organist an St. Nikolaus Altstätten und als Orgellehrer an der diözesanen Kirchenmusikschule St. Gallen für die Region Rheintal tätig.

Programm

Gregorianischer Choral 
Hymnus Pange Lingua mit Kehrversstrophe Crux Fidelis
(Cantorium St.Gallen, geschrieben 922-926)

Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)
O crux ave

Adam Gumpelzheimer (1559-1625)
Jesu Kreuz Leiden und Pein

Felice Anerio (um 1560-1614)
Christus factus est

Stille/Gebet/Meditation

Gregorio Allegri (1582-1652)
Miserere Mei

Stille/Gebet/Meditation

Heinrich Schütz(1585-1672)
Johannespassion (SWV 481)

Werkbeschreibung

Heinrich Schütz vertonte neben seinen anderen Historienvertonungen sowohl Matthäus- und Lukas-, als auch die Johannespassion für Chor A-capella. Die „Historie des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilands Jesu Christi nach dem Evangelisten St. Johannes“ komponierte Schütz um das Jahr 1666. Er verbindet dabei einen hohen handwerklichen Anspruch mit einer tief religiös inspirierten Expressivität. Die beeindruckende Polyphonie des Chores kontrastiert mit schlichten, psalmodisch erzählenden Passagen des Evangelisten und der hervortretenden Personen. Das Werk wurde über 200 Jahre lang nicht aufgeführt und wurde erst im 19. Jahrhundert durch Arnold Mendelssohn – einem Vetter Felix Mendelssohn Bartholdys – in Bonn wiederaufgeführt.